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Flash-Konferenz 2010

 

Joe Brockerhoff - Diskussionen

July 2010 : Logiker - Moral

Der stattfindende soziale Spaltungsprozess läßt sich anhand zweier Wesenskategorien verdeutlichen: Menschen, welche abstumpfenderweise Maschinen und Sensoren vor deren sinnliche und intuitive Physe schalten, aber über weitreichende Informationen und logistische Systeme verfügen, und Menschen, welche in hellsichtiger und ahnungsorientierten Weise ein komplexes Verständnis entwickeln, aber von intuitivem Wissen und empirischen Weisheiten beflügelt Glückseligkeit verteidigen. Externe Sensorik richtet sich auf Sicherheit und Bewaffnung aus und ist auf Energieverbrauch angewiesen, welches dem Kernwesen, den Lenker oder Verbraucher seiner Sinnesentwicklung weniger zuträglich ist als der Bedürfnisbefriedung und dem Wohlgefühl. Ein selbstverständlicher Anspruch auf Ausbeutung und militant-kriegerisches Verhalten sind deutliche Merkmale technologisch orientierter Gesellschaften, während ethische Werte die Stärke der sensitiven und natürlich geistig aktiven Gesellschaftsgruppen ausmachen, von diesen beansprucht werden, aber der brachialen Logik eher passiv auszuweichen geneigt sind.

Juni 2010 : Kunst - Metaphysik

In der Kunst kann der Künstler als Medium an Hand seiner Technik eine direkte Umsetzung methaphysischer Zusammenhänge herbeiführen. Die Quantentheoretiker würden sich da vielleicht über Freunds Paralleluniversen, etc. erklären.
Meineserachtens ist der wissenschaftliche Ansatz nicht effizient, solange die Messbarkeit Definitionspremisse ist.
Auch in ihrem komprehensiven Verständnis sind Künstler sind da viel wirklicher - so hatte ich eine Woche vor dem Tsunami auch den Traum des Todes in riesigen Meereswellen, die über den Strand einfielen und dies in einer exstatischen, also losgelösten Malphase detailieren können, was in einigen Tagen dann Wirklichkéit geworden ist.
Diese Eigenschaften sind dem Menschen zu eigen und werden weder abgerufen, noch kultiviert, da wir zu einer Bauerngesellschaft geworden sind, wo alles geplant und verwaltet werden kann.
Jetzt ist aber das intuitive Bewußtsein plötzlich wieder viel wichtiger, weil das Rationale können längst Maschinen erledigen und wir mit unserer Logistik nur noch gegen die Wand der Endlichkeiten fahren und die Probleme nicht verstehen, deren Lösung für die Existenz der Menschen in der Zukunft entscheidende Rollen spielen.
Somit ist eine Revolution des Wissens im Gange - nicht der Kenntnis oder des verwalteten Wissens primär, sondern der des Wissens vor der Sprache, vor der Wissenschaft. Wissen - ein natürliches Grundelement, paradoxerweise wissenschaftlich über Ahnung und Logik hinaus meineserachtens nicht zu definieren. Durch religiöse, eher schamanistische Techniken sicherlich eher, logischerweise aber nicht durch Religion, welche sich ja, wie der Name Theologie schon beinhaltet, über logische Strukturen der Unendlichkeit entzieht.

Mai 2010 : Luft -

Heute sagen wir unseren Kindern und deren Kindern, Emissionen in die Luft seien zum Erhalt unseres Lebensstandarts unvermeidbar, Erneuerungen von Motor und Abgassystemen, bzw. ein Umstieg auf umweltverträgliche Energiesysteme zu teuer.

Wenn wir alt sind werden unsere Kinder und deren Kinder entnervt bei der Ansicht schöner Wald- und Wiesenfotos Ihre Strahlungsschutz- und Atemmasken abnehmen und uns fragen, wieso wir damals eigentlich die Lebensbedingungen auf dem Planeten Erde so rücksichtslos vernichtet haben.

Meinen Sie ernsthaft, man wird sich mit den heute üblichen Argumenten zufrieden geben können?
Je nach dem Ausmaß der Schäden, die wir heute penetrant und in täglich immenserem Umfang verursachen, wird man uns im günstigsten Fall für primitiv halten, eher wohl sämtliche Profite des heutigen durch Ausbeutung von Natur erzielten Wirtschaftswachstums einfordern und aufwenden müssen, um zumindest einen Bruchteil der zerstörten Biosphere wiederherzustellen.

März 2010 : One World or None -

hat wieder eine ganz neue Aktualität.
Wenn wir dieses Jahrhundert überleben wollen, sind Änderungen der ethischen Prefissen in den Industriegesellschaften notwendig und eine moralische Neuorientierung zur Erhaltung unseres Lebensraums ist eine Grundvoraussetzung zur Erhaltung des Lebens.
Begriffe wie Arbeit, Leistung, Wirtschaftswachstum und Luxus können nicht als erstrebenswerte Ziele bestehen bleiben, indem diese auf Kosten der nachfolgenden Generationen, Drittweltländern oder Naturressourcen, bzw. unserer Atmosphere erreicht werden. Ebensowenig nützt uns die derzeitige Renaissance zum Konservatisvismus, die eher romanitsche Hinwendung zur uninformierten Frühzeit der Industrialisierung und dem Fröhnen faschistoidem Herrschaftsdenken einer Wohlstandsminderheit birgt, als eine Konzentration auf Wissen verarbeitende Vernunft, wie es denn schon sein sollte, wenn man restriktiv denken möchte.
Wir werden allein schon durch die Ereignisse der klimatischen Änderungen und die Kommunikations- und Informationsentwicklungen der globalen multimedialen Übertragungsmöglichkeiten, der weltweiten Internet- und Informationstechnologie, der Rechenentwicklung, der Raumfahrt, der Nanotechnologien und der weitreichenden wissenschaftlichen Entdeckungen im genetischen und entstehungsgeschichtlichen Verständnis dazu angehalten und überlebenstechnisch gezwungen, unsere Tendenz zum Entwicklungsstillstand und Abfeiern des Errungenen abzulegen und uns generell für Veränderungen, Experimentierfreudigkeit und umfassende Erneuerungen in jeder Hinsicht einzustellen.
Die Erfahrungen aus dem letzten Jahrhundert sind schon ein gutes Stück Basis, von dem aus einiges neu zu belangen möglich ist, was tendenziell plötzlich wieder modern zu sein scheint: falscher Waffen- und Technologiestolz, der zu einer Weltkriegssituation geführt hat, verursacht auch durch die Idee, Lebensressourcen für eine bestimmte Menschengesellschaft in Besitz nehmen, bzw. rauben zu können, Eigentum als optimalen Wertmaßstab für Macht zu deklarieren, was zu den großen Wirtschaftskrisen und jahrelangen Hungerperioden führte, Idealismus vom menschlichen individuellen Naturell hinweg in Konstruktgesellschaften, die nicht natürlich gewachsen sind, Versklavung des Menschen zum Arbeitstier, Ausbeutung der Natur, des Menschen, Manipulation, Propaganda, u.v.m.
Heute bleiben wir in wichtigen Entwicklungen stecken, bzw. bewegen uns restriktiv, weil wir uns über geistiges Eigentum unterhalten müssen, meineserachtens, und das sage ich vor allem als Entwickler und Künstler, der davon leben möchte, was er kreiiert, darf es keine Zurückhaltung von Wissen, Information, Kultur, Entwicklung auf Grund von Copyright geben - oder wir werden stumpfsinnig, konsum- und sogar kriegsbesoffen in das Feuer starren, das uns alle verbrennt.
Gäbe es die Muse, die uns ihre Eingebungen schenkt, gebühre dieser doch das Recht auf die Idee und nicht dem Genie, dem die Idee im Neuronennetz sichtbar, hörbar, denkbar geworden ist, weil es sich darin hat schulen können und es hinhört, hinsieht, und vorstellen kann. Der Lohn des Genies ist die Blüte der Idee in die Wirklichkeit. Wenn sich diese zu sehr auf die Wandlung zum Geldwert versteift, bleibt die Blüte der Idee in der Vase stecken und die eigentliche Bestimmung der kulturellen Weiterentwicklung wird unterbrochen, indem sich eine kleine machtgeile Elite am Verwelken der Idee bedeutend fühlen kann.
In der lebensbedrohlichen Situation, die teilweise menschenverschuldet (ist das überhaupt richtig, daß die Industrie ein absoluter Segen oder Fortschritt für den Menschen gewesen ist? Dazu das Glück des Naturmenschen, die Eigenschaft des intuitiven Wissens, Gehirngröße und tatsächliche Hirnnutzung heute, Fanasie und geistige Energetik, PSI Kinetik, etc.) in fatale Ausmaße exaltiert, sodaß bereits seit einigen Jahren mehrere Millionen Menschen auch ohne kriegerisches Abschlachten ertrinken, verhungern, verdursten müssen, wäre es doch mehr als selbstverständlich, sämtliches wissentlisches, geistiges, technisches, technologisches und kuturelles in den Dienst einer lebensrettenden, lebenserhaltenden Neuordnung der Lebensbedingungen weltweit unter neuen Interessen, vielleicht der des gesamtmenschlichen Wohlseins, statt der des Wohlstandes, zu entwickeln und in Wirklichkeit umzusetzen.
Dies wäre den bestehenden Märkten nicht von Vorteil, weswegen sich die Geldwertmacht gegen jedwede Entwicklungen der freigeistlichen kulturellen Art stemmt, aber an den Beispielen der stoischen Haltungen der Musik- und Informationsindustrie gegen die Vertiebsneuerungen des Internets, die zu Milliardenverlusten führen mußte, bevor dieser Altkonstrukt sich wandeln konnte, sehen wir deutlich, daß der Schaden durch solch eine Haltung nicht nur einige Billiarden Euro zur Erhaltung des Status Quo beträgt, wie vor kurzem aus uns allen herausgequetscht, sondern deutlich zur Überlebensunfähigkeit der Menschheit, der bestehenden Gesellschaftsformen und ihrer selbst führt.
Tendenziell neigt das Bestialische in uns zur kriegerischen Entscheidung, zur Feindprojektion und Vernichtungsidee zum eigenen Heil, bzw. zum fatalen Gedanken der Idee, es gäbe zu viele Artgenossen von uns und der einhergehenden Paassivität gegen das Sterben und Leiden der 'anderen', was auch immer 'anders' bedeuten mag.
Ein Tropfen Wasser in der Trockenheit ist eindeutig mehr wert als ein Geldregen in den Garten des Gierigen...

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Neo-Militarismus und IDealisierung des Sports
Kultur versus Marktbewußtsein
Der Wert des Menschen - die Maschine
Die Ideologie der geistigen Gesellschaft



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