Dezember 2011
Denn das Falsche bringt Tod
Richtig ist das Wahre. Das ist einfach, der Idee anheim zu fallen, gängige Moral sei maßgeblich richtig und somit dementsprechend zu handeln und zu entscheiden gut. Deswegen der aberwitzige Vor- und Weihnachtsrausch in der Dunkelheit, wider aller Wahrheit und Wirklichkeit, welche da an unseren Verstand appeliert, keinen Fehler zu machen, wenn es kommenden Frost, Schnee, Kältechaos zu überwintern gilt und obendrein um den akut von Gier und Habsucht weniger bedrohten Lebenserhalt aller. Falsches zu sagen oder zu tun ist abhängig von Weitsicht, Erfahrung und der Freiheit, was deinem Instinkt und angesammeltem Wissen entspricht, folgen zu können, denn dann wird es sicht- und spürbar, das Wahre, das einzig Wahre, das wir alle wissen. Und dann wissen wir, es ist nicht gut, zu glauben, wie wir uns jetzt verhalten sei gut und sich trotzig jeder Veränderung zu wehren, um die es geht, Frieden wiederherzustellen, den Planeten zu kultivieren und eine teilende fruchtbare Menschengemeinschaft darzustellen. Unsere Erde verwüsten, wie ein besessener, verfressener Raubvirus ist falsch, trotzdem gibt es ein althergebrachtes stillschweigendes richtig für diesen kollektiven Exzess. Es ist möglich an aller Überleben zu denken, statt an X-mas-Tand und Plunder. Keine falsche Beharrlichkeit, keine falsche Moral, keine falsche Bewegung, oder wir sind tot. Frohe Denknachten - wir wissen viel und wir haben Liebe. Wir sind - gut, richtig oder falsch?
November 2011
Das Wesen des Lebens
Alles existiert primär selbstverständlich und orientiert sich nach dem Prinzip des Lebens: Weiterleben und Wachstum. Die Flora wächst mit Licht, Luft und Wasser, soweit sie von dem Wachstum entgegenwirkenden Kräften nicht davon abgehalten wird, die Fauna wächst und vermehrt sich obendrein durch Fressen, soweit sie nicht von entgegenwirkenden Kräften und daran gehindert oder selbst gefressen werden. Dem Wesen des Wachstums und der Fruchtbarkeit steht das Wesen des Nichts entgegen: Zerstörung, Karg- und Keuschheit, das Sterben und eben das tote Leere.
Während das Leben mit Vielfalt und wundersamen Neuschöpfungen dem Chaos einen existenziellen Wert abringt, zerschmettert der Tod in einem Moment alles Lebendige zu Verwesung und Staub: Vernichtung.
Durch unser ausgeprägtes Bewußtsein sind wir in der Lage zu entscheiden, ob wir fruchtbar sind oder zerstören. Bedauerlicherweise hat unser Konsumwahn uns beiläufig zu Mördern am Leben werden lassen, perfiderweise ohne daß es uns bewußt ist.
Das sollte aber gewußt werden, denn fressen heißt verantworten.
Dazu liegt mir am Herzen diese lustigen, unpathetischen Info-Videos von Annie Leonard zu empfehlen, bitte nehmen Sie sich die paar Minuten Zeit, es lohnt sich:
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Oktober 2011
Wohin gehen wir?
Folgende Evolutionsschritte sind wirklich markant:
Ribosomen zu Zellwesen in chemischen "Ursuppen" > Zellwesen zu Säugetieren im Element Wasser / Erfindung von Tod und Geburt > Entwicklung vom Vierbeiner zum aufrecht gehenden Menschen und fliegenden Lebewesen > Werkzeug, Entwicklung des maschinennutzenden Menschen, der besser und weiter fliegen kann, als z.B. Vögel.
Alle diese Evolutionsresutte zielen senkrecht von Planet Erde weg. Folgerichtig wäre die Raumfahrt natürlich konsequentestes Ziel der Evolution. Einfach gedacht also alles logisch, wäre da nicht das Problem mit dem übermäßigem nicht regenerierbarem Energieerbrauch in der jetzigen Entwicklungsstufe.
Bemerkenswert ist, wie sich mit diesen physischen Weiterentwicklungen auch Geist und Bewußtsein evolutioniert hat. Abgesehen von einer ähnlichen Auslagerung der Sinnesorgane in Maschinen z.B. Filme und Teleskope wie in Bewegungsmaschinen wie Autos, Flugzeuge und Raketen hat sich eine enorme Fassungsfähigkeit und Vorstellungsvermögen mitentwickelt.
Zur Diskussion stände: evolutionieren wir mit der Raumfahrt oder den Geisteswissenschaften und Kunst. Überleben werden wir nur, wenn wir in dem "neuen" Lebensraum Universum, eine gewaltige Stufe mehr "nichts" klarkommen koennen, geistig oder physisch, oder kennen wir die physikalischen Fähigkeiten des Geistes noch viel zu wenig?.
Nachruf an Freidemokraten
Wem gebührt der Tag der deutschen Einheit, ist da nicht ein FDP-Politiker Hans-Friedrich Genscher gewesen, der gegen den Willen Kohls, und der SPD sowieso, die USA und UDSSR mit allen Risiken seiner Person so geschickt gegeneinander ausgespielt hat, daß Großbrittanien keine Befugnis mehr hatte, zu verhindern, daß Gorbatschow wirklich die Ost-Westgrenze freigegeben und den russischen Truppen befohlen hat, nicht einzuschreiten und sich aus Ostdeutschland zurückzuziehen.
Hans-Friedrich Genscher, der Mann aus Halle, frei, demokratisch und mutig, das auch so zu vertreten.
Welche Worte: Freiheit, Demokratie - eigentlich die höchsten Werte, die eine Gesellschaftsethik zu bieten hat.
Das in einer Partei zu verwalten, scheint wohl heute nicht mehr möglich zu sein, ähnlich wie z.B. der ideelle Kommunismus bis heute noch nie in eine praktische Verwaltung umgesetzt werden konnte.
Das Ideal Freiheit und demokratische Werte allerdings dermaßen unverholen monetärem Pragmatismus zu opfern, stellt die jetzigen FDP-Funktionäre wirklich in ein schlechtes Licht, dabei wäre es doch einfach klar, Freiheit und Demokratie zur Richtlinie der Politik zu machen, das wäre radikaler als grün oder links, wenn man Freiheit ernst nimmt, dem heutigem Tagesgeschäft Angst- und Sicherheit, Gier, Machterhaltung und Konsum- und Herrschsucht zum Trotz.
September 2011
Zurük im Paradies I
Da dachte man, lenken sei denken und Wissenschaft Weisheit.
Am verwüsteten Garten beseelen nun Gedichte den Geist, welcher der Kultur Leben einräumt, wo fast nichts mehr geblieben ist,
als ein gigantisches Gedächtnis.
August 2011
All we need is culture.
Alles was wir brauchen ist Kultur! Kultur in jeder Hinsicht. Kultur ist die einzig wirkliche Evolution, wirkliches Überleben. Als historisches Erbe ist Kutur der einzige stetige Update der Fähigkeit zu leben, lieben, überleben, verstehen und zu verantworten.
Vor allem ist in dieser posthochkulturellen Form unserer heutigen Gesellschaft wichtig, Kultur allgemein möglichst viel Wert zuzordnen. Nicht zuletzt profitieren wir heute von Zeiten, wo Bildung und Kunst viel Bedeutung gehabt hat Barbarishes Denken und Verhalten hat in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts deutlich nachgelassen. In der wohlstandsverwöhnten Gesellschaft ist die Tendenz zu zerstörischer Sensation zunehmend, wir idelialisieren den sportlichen, nicht den geistigen Menschen und führen wieder Krieg und ein deutlicher Verfall von Kultur bleibt nicht aus, welche sich auch in die Informationskultur einschleicht. Diese aber stellt meineserachtens eine der größten Errungenschaften der Menschheitsentwicklung dar und findet in der Form des unzensierten Internets einen nie erwarteten Höhepunkt.
Juli 2011
Umgang mit der Sexualität
Sadomasochistische Pornographie hat bisweilen kulturelle Züge, bedeutet aber eher 'bad luck'. Erotik allerdings ist immer glückselig, auch in ihrer Leidenschaft.
Juni 2011
Wiederkehr der rechten Pantoffel
Die linke Pantoffel stand uns Deutschen seit den Kriegen gehörlich gut, gehörte zur Chickness einer neudeutschen Identität und verhinderte die ernstgemeinte Verwirklichung avantgardistischer Volklore. Dann, beim Fußball, wurde plötzlich wieder die Fahne geschwungen, natürlich falschrum - oder gehört die Erde (schwarz) nach oben und die Sonne (gelb) nach unten? Vielleicht von der anderen Seite des Planeten betrachtet, z.B. aus Japan. Hauptsache das Leben und Blut (rot) schwingt maßvoll in der MItte. Mit den Fahnen kam prompt auch das konservative Selbstverständnis richtig in Mode und Ausländerfeindlichkeit durfte sich darin endlich mal richtig popularistisch formulieren. Damit das nicht alles zu peinlich wurde, schlich sich rechtzeitig der rechte Pantoffel wieder aus der Versenkung und beruhigte wärmend das neu erwachte rechte Bein, um dieses vom Zutreten ein wenig zurückzuhalten und einen Außenminister nicht doch noch Deutsch als Weltsprache postulieren zu lassen.
Endlich wieder mit zwei Pantoffeln bestückt können wir uns ja nun erstmal zur Ruhe setzen, bis Erde das Leben erdrückt und begrabenes Leben die Sonne komplett eingefangen hat. Ja - dann fühlen wir uns doch auch gleich wieder berechtigt, der restlichen Welt mit aufgefrischter Kriegslust entgegenzuschlurfen, die umweltfeundlichen Tarnmützen mit reichlich Munition haben wir ja schon erfolgreich etabliert. Na, wenn die Romatik dann aufgeht, kommen wir aus dem Haus nicht mehr raus, draußen trägt man ja längst wieder Stiefel, natürlich mit deutschen Schnürsenkeln.
Mai 2011
Dekadenz des Verwaltungsstaates
Zu einer routinierten Fehlentwicklung auch dieser Gesellschaft lanciert die totale Bürokratisierung, daß heißt, die ordinierte Erfassung und Verwaltung aller Ereignisse und Abläufe der Bürger und der schrittweisen Obligation und Prioritätssetzung des verwalterischen vor dem tatsächlichen Ablauf. Dies dient der Regelung, Überwachung und permanenten Überprüfung aller Abläufe mit dem Ziel einer systemrelevanten und gesetzestreuen Zivilisation ohne Spontanität und unkontrollierten Aktionen, die dem System schaden könnten. Die Gesetze haben Parametereigenschaften und sind bei Änderungen in der gesamten Zivilisation wirksam vorimplementiert.
Ein Bürger bedarf keiner besonderen Intelligenz, diese Regelungen strikt einzuhalten, sich ausschließlich danach zu richten und sich rechtschaffen zu verhalten. Je einfacher ein Mensch strukturiert ist, desto weniger fällt es ihm schwer, Regeln zu folgen und sich dieser Prefisse getreu besser zu fühlen, als andere Menschen, die vielleicht um einiges intelligenter agieren und sich aufgrund ihrer Reflektionsfähigkeit nicht um verwalterische Angelegenheiten kümmern möchten, sondern sich eher um hervorragendere Leistungen bemühen und sich eher Schaffensprozessen zuwenden möchten, um Creativität, Bewußtsein und Intelligenz weiterzuentwickeln.
In einer solchen Gesellschaft kann der Einfaltsmensch also den hochentwickelten Menschen beherrschen, wird propertär und privilegär bevorzugt und bildet eine Bürgerschaft des braven Gesellschaftsmitglieds, welche Freidenkertum und Ungehorsam zur unangenehmen Störung bis hin zum Feindbild deklarieren. So soll sich auch diese verwalterische Denkweise vor Kritik und geistiger Überlegenheit des reflektierenden Bürgers schützen. Diese Entwicklung läuft konträr zur evolutionären Fortbildung, soweit sie die Gesetzmäßigkeit verläßt, d.h. sie führt zu einer gewissen Dummheit und Kritiklosikeit, die eher Miltarismus, Uniformität und Befehlsgehorsam hervorbringt, welche wiederum Nährboden für barbarisch kriegerische Gewalt andersartigen Mitbürgern und anderen Gesellschaften stellt, sogar ohne sich dafür verantworten oder darüber denken zu müssen.
Maiblüte
Während Krieg in sein Selbstverständnis zurückgekehrt ist und weiter und weiter alle zukünftige Menschlein kostbarster Lebenskonzentrate des Planeten wie Öl, Wasser, Luft beraubt wird von konservativ ignoranten Bemächigten für fettige Genußmomente, während von Glaubensdogmen besoffene Ideale lebenswürdige Ethik und soziale Kultur dem Erhalt von partiärem Reichtum und barbarischem Gehabe opfern, flackert hier und da Bewußtsein auf, Heilsamkeit der Gier und Verschwendungssucht beweisend, das komplexe Wesen Natur, biologische, physische, chemische, wissend. Wirklich freue ich mich, ein Mai fruchtbarer Geburtsmomente von Wissen um universeller Aufgaben, Besinnung auf Potenzielleres als Konsum, Glück und dem Impuls dafür: Liebe.
April 2011
Verblühung
Der Zustand der demokratischen, zivilintensiven Gesellschaft erscheint mir vergleichsweise überblüht.
Wie eine Pflanze ihre Hochzeit mit der Blütenpracht erreicht, steht sie auf dem Höhepujnkt ihrer Kultur. Jeder Pollen trägt das Optimum aller genetischen Informationen und die Pflanze selber zeigt sich im evolutionäeren Wettbewerb in stärkster und gesündester Verfassung. Nach Beendigung der Blüte überlebt die Pflanze in einem Status des Daseins, die Blüten verfaulen üppig und es gibt keine weiteren Bemühungen, außer der Überlebensgewährleistung soweit wie möglich und nötig.
In diesem Vergleich ist die Blütezeiten der freiheitlichen zivilintensiven Gesellschaft seit den 80er / 90er Jahren abgelaufen. Die entmilitarisierenden und vergeistigenden Ethiken der 60er führten zu einer Höchstform einer freiheitlichen Gesellschaft, wenn auch tief verfangen in alten Kriegswunden und disziplinärer Melancholie. Mit der Informationsrevolution des Kommunikationskomputers und dazugehöriger Datentransferleistung zeichnet sich ein weitgehend offener wissenschaftlicher Austausch und eine weitläufige Kulturschwemme als Blüte der freiheitlichen Ethik aus und setzt eben diese Informationen frei, die sich im Nährboden des historischen Gedächtnisses des Planeten festsetzen und zu möglichen Neuentwicklungen ganz anderer Gesellschaften mit Erfahrungsgut und primären Vorteilen als Lebensgemeinschaft direkt beitragen werden.
Inzwischen hat sich aus der Überfülle der letzten Jahrzehnte Verschwendungssucht, Sensationseifer, Agression und Lebensverachtung in die Blütenpracht eingeschlichen und bringt diese zum Verfaulen, wobei die Kultur sich den Fäulnisblüten und deren schillernden öligen Farben wie denen des Regenbogens hingibt und diese weiter in das intensive schnelllebige Verwesen integriert, was das Vergeistigungsvermögen dieser Gesellschaft betrifft. Es entsteht Säure, Lähmung der Kräfte, Angriffslust und selbstmörderische Lebensmüdigkeit. Die vielen Bestrebungen, aus der Hochblüte auch Verantwortung und selbstdisziplinär Genügsamkeit zu üben, um eine Einheit mit den naturgegebenen Lebensressourcen zu bilden und diese zu weiterer Lebensstärke und Fruchtbarkeit zu führen, also symbios einer additiven Evolution Genüge zu tun, werden von dem Gewaltpotential des Barbarischen* im Menschen erdrückt und gelangen in ihrer pazifistrischen Form nicht in Entscheidungsqualität, sondern weichen einer erneuten Kriegs- und Militärlust, auch aus dem Versäumnis der Blütezeit, die wahnsinnige Produktion von Tötungsmaschinen einzustellen.
Nun bildet der verfaulende Teil der Gesellschaft auch selber eine berauschende Eigenschaft und es bedürfte in der tat einer täglich größer werden enormen Anstrengung aller Vernunft und bildnerischer Fantasie die amorphe Eigenschaft der hochentwickelten Gesellschaft zu nutzen und mit Parametern wie Freiheit, Liebe, Genügen, Fruchtbarkeit, Dankbarkeit, Verantwortung und Fähigkeiten dazu, Verständnis und Wissen um Natur, Planeten und Kosmen und dessen Anwendung in die Funktionalen, die den Menschen beeinflussen, wieder und weider einzugeben und auf die Untergangssensationslust umgehend zu verzichten, bzw. Gefahren auf das biologische Leben mit Vorsicht und mit allen uns möglichen Kräften begegnen zu können.
*) Barbarei: Erniedrigung oder Gewaltanwendung gegen andere Menschern aus Motiven der Überheblichkeit oder dem Anspruch, ein besserer Mensch zu sein.
März 2011
Weltenprall
Die tektonischen Bewegung der letzten Wochen in Japan ist eine brutale Konfrontation von Naturgewalt und menschlichen Lebenswillens und ziviler Kultur, die Trauer um die Opfer ist groß. Es trifft aber auch eine andere katastrophale Diskrepanz das weltweite humanitäre Selbstverständnis: die zwischen lokaler profitgieriger technikbesessener Bauwut und einer konsumverwöhnten Zivilisation mit stolzen, liebevollen und sehr fleißigen Bürgern. Die Spannung zwischen Industrie und biologischer Lebensgrundlage, bzw. deren Erhaltung ist in Fukushima so gewaltig angelaufen, daß die Welt seit Wochen bestürzt und verängstigt auf genaueste Informationen besteht.
Der technischen Nutzung wissenschaftlicher Errungenschaften steht erstmalig auch eine neue Art gesunder Menschenverstand gegenüber, der dies alles erstmal genau verstehen will, was eigentlich im Namen des steten Wirtschaftswachstums, der monetären Macht und Verbrauchergier über die Regeln der fertilen Natur hinweg entstanden ist, mal ganz von den unsichtbareren Werken der Zerstörung, wie Überfischung, Flurschäden, Verwüstung und Wasser- und Luftverschmutzung aus der Industrie, zu schweigen. Diese Prozesse kann allerdings jeder eigentlich nachvollziehen, der sich mal die Mühe macht und ein einziges Menschenleben lang beobachtet: zunächst die mechanischen Nutzung von Naturenergien, gefolgt von Energiegewinn durch Verbrennung, mit dem Otto-Motor bewegen wir uns ja heute noch, obwohl es längst weitaus unschädlichere Energiequellen gibt. Alle chemischen Elemente konnten nun verbrantt, verformt und für unser Wohl oder Untergang verwertet werden. Und dann, vor 60 Jahren wurde schlichtweg die tiefgreifende Atomwissenschaft misbraucht. Wir sind über die elemntare Chemie hinausgewachen, wir haben das Wesen der Materie erfaßt und die Fähigkeit erlangt, das kleinste Materieteilchen, das Atom, zu spalten - und daraus fatalerweise menschlich devolutiv erstmal ein dutzend von Jahren nichts anderes als gigantische Bomben gebaut, bevor dann die Energiegewinnung mit diesem Spaltungsprozess modern geworden ist, dessen Folgen in seiner gesamten Komplexität eigentlich bis heute noch nicht verstanden werden kann, inwiefern verstehen wir denn überhaupt ansatzweise Radioaktivität, Gamma-Strahlung, die aud dem Versurf der atomaren Kleinstordnung entsteht, etwas was Zellenwildwuchs bei Organismen bewirkt, also DNA-Informationen radikal zerstört, etc.? Das ist alles? Der Nutzen der Wissenschaft besteht in der Wissenschaft selber, Wissen über das Universum, diesen Planeten, das Leben selbst und hilft uns zu überleben. Deren gierige postindustrielle Nutzungswut jedoch muß komplett eingestellt werden, wenn wir und als Hüter des Lebens verstehen, sonst werden wir noch mit einer Quantenschleuder die Mutter Erde implodieren lassen, nur um unserer elektrisierten Faszination, Gott zu spielen, Genüge zu tun oder mit der gewonnen Energie unsere faulen Hintern von A nach B zu transprotieren. Der Fortschrittsgedanke des 19ten Jahrhunderts war insgesamt vielleicht von Anfang an ein Irrtum, bei dem Schaden, den er dem Leben bisher schon zugefügt hat - auch da muß noch einmal nachgedacht werden. Jedenfalls stehen wir ganz direkt vor einem evolutionärem Scheideweg, ganz natürlicherweise in einer universellen Dimension, die wir gerade anfangen zu erfassen.
Raubwirtschaft - warum ist Dummheit so populär und Intellekt so unbeliebt.
Mein alter Freund in Japan, er hat glücklicherweise bisher keinen Schaden davongetragen, sagte mir einmal nach langer Pause auf meine Frage, warum unser aller Vorsätze, Träume, Ideen, Konzepte für eine lebensfreundlichere Welt, Gesellschaft, Urbanität stets im Schlamm des Unverständnisses und Störaktivitäten so schlecht vorwärts gekommen sind, ganz leise - die Gier der Menschen sei immer die Ursache gewesen, auch dafür, daß es immernoch Krieg gibt.
Mit der in Nordost-Japan ausgebrochenen Katastrophe sind wir mit einem Schlag wieder auf dem Niveau des Überlebens - und wir wissen wieder, Leben alleine ist Lebenssinn und dieses mit anderen teilen zu können schon höchstes Glück. Das fühlen so einige in diesen Momenten - und davon geht trotz all der Zerstörung eine gewisse Helligkeit von den Überlebenden aus, die ich im geschäftigen Alltag hier nicht mehr zu finden vermag, zudem, stets angemerkt, daß dies bedauerlich sei und leid täte, aber hier natürlich nicht passieren könnte. Daß dabei auch ein bleierner Geschmack aufkommt nicht nur durch die sich erhöhende atomare Verstrahlung, sondern auch durch die Gewissheit, die Worte der Politiker sind gewiss nicht mehr die der Vertreter des Volkes, sondern geradewegs alleine profitär orientiert: es wird deutlcih, daß wieder das Leben der Menschen weniger wert zu sein hat, als Werte der Wirtschaft. auch in großem Stil. Das sollte ja auch nicht verwundern, denn das bisherige Wachstum hat einen richtig teuren Preis für uns alle und Generationen nach uns, Klimadefekte, verschmutzte Luft, verwüstetes Land und - ein verseuchtes Meer. Mein Freund sagte mir dann gestern: sicher war auch die Wut der Meereswesen gegen die gierige, selbstgefällige Ausbeutermentalität der industriellen Gesellschaft und Großfischerei mit dabei, als das Meer der Bewegung unseres Planeten folgend der menschlichen Zivilisation einen gewaltigen Besuch abgestattet hat. Vielleicht, denn alle Wesen im Meer leiden sehr unter unserer Gier. Nun denn, wieder anpacken, aufbauen - Leben ermöglichen, und vielleicht auch Technologien, die uns Komfort bringen, bischen vorsichtiger, überlegter und im gesunden Gleichgewicht zur Natur zum Einsatz bringen, bevor weiter fruchtbares Land für immer von der Gier einiger von uns unfruchtbar für tausende von Generationen zurückbleibt... Ich liebe die Japaner, sie vertreten eigentlich so unverblümt alle existenziellen Extreme.
Februar 2011
Evolution III
Interessant, daß wir uns so wenig rational um eine Weiterentwicklung (unseres) Lebens bemühen.
Es ist absehbar, daß wir unsere Weiterentwicklung in Richtung Raum und Zeit als langfristig natürlichstes Ziel im Sinne des Lebens neu begreifen müssen, denn die Entwicklungsstufe des kriegerischen Aneignen von Raum und Zeit ist dem Konzept der Kultivierung gewichen und außer unserem eigenen Unverständnis gibt es eigentlich keine natürliche direkte Bedrohung unseres Lebens im Sinne eines Feindes, eigentlich nichtmals mehr einer Moral, wenn man davon ausgeht, daß alle Lebewesen leben wollen.
Die deutlich essenziellere Lebensfeindlichkeit stellt das Wissen um die Begrenztheit der Lebensressourcen und der unbeholfen gierige Umgang damit dar, weil die Sicherung verbleibender Lebensgüter, bzw. die intensive Kultivierung dieser, nicht mehr einer Überwindung potenzieller Nutzung von 'Feinden', sondern rein verwalterischer und entwicklungsintensiver Bemuehungen bedarf.
Je schneller wir diese Umgestaltung unserer Aktivitäten erkennen, desto länger sind die noch vorhandenen Ressourcen auf diesem Planeten zu unser aller Überleben verfügbar, bzw. können materielle und technische Aufwendungen, die bis heute vorwiegend Gewaltprozessen dienen sollen, baldmöglichst der aufwendigen Erhaltung z.B. unseres Klimas oder Wiederbegrünung der riesigen Wüstengebiete, bzw. Bereinigung der Meere von den Schäden des Konsumdenkens und der Industrie des letzten Jahrhunderts bis heute.
Nochmal deutlich gesagt: die Erhaltung unseres Lebens ist nicht durch kriegerische Lösungen möglich, wie wir dies bisher handhaben konnten und was wir ja auch bis zur perfiden Perfektion 'können', sondern nur durch eine schnellstmögliche kulturelle Ausrichtung auf das Leben und entsprechender prioritärer Umsetzung der Folgerungen daraus über einen längeren Zeitraum möglich.
Ein längerer Zeitraum ist adäquat eines weiteren Entwicklungsprozesses auch notwendig, den ich hier kurz anmerken möchte: die Evolution der Informationsspeicherung über längere Zeiträume.
Selbst wenn es uns nun gelänge, den Planeten in ein ausgeglichenes Lebensbiotop für alle Lebewesen zu kultivieren, wäre es Sinn und Kraft des Lebens, sich soweit zu vermehren, daß dieser Planet irgendwann mit einer überschwänglichen Lebensfülle, Intelligenz und sicher auch technologischem Potenzial bestückt wäre, daß der Weg von der Erde weg in den Weltraum ganz einen ganz natürlichen Prozess bedeuten wird. Damit meine ich nicht nur die 4 oder 5 Tonnen genetisches Material, welches jährlich von der Erde in den Weltraum gelangt, sondern gezielte Ausdehnung des Überlebensraums auf weitere Planeten des Universums. Dieser Gedanke wäre auch eine intuitiv logische konsequente Weiterentwicklung der Geschichte des Universums und der Entstehung und Weiterentwicklung von Leben selbst.
Notwendig geeigneter Zeitraum auch deshalb, weil es uns mit unseren Möglichkeiten heute nicht möglich ist, Leben erfolgreich auf auch noch so nahe Planeten zu bringen, die auch nur bedingte Voraussetzungen dafür bieten, wie z.B. der Mars. Wäre es aber möglich, eine Lebensidentifikation, ein Bewußtsein, über mehrere Generationen hinweg zu pflegen, gäbe es die Möglichkeit, sich über mehrere Generationen hinweg über mehrere körperliche Daseinsfomen mit demselben Ziel, derselben Idee zu Planeten aufzumachen, die einige Lichtjahre von uns entfernt sind und von denen wir jetzt schon wissen, daß dort sogar bessere biologische Lebensbedingungen herrschen, als auf Mutter Erde. Einmal nach hunderte von Jahren dauernder Reise angelangt würden wir dann vielleicht feststellen, daß Gedanken weniger Zeit brauchen, diese gigantischen Räume zu überwinden, und wir könnten sofort mit der Erde telepathieren, direkt 'nach Hause telepathieren', denken, wissen, wer weiß - jedenfalls ist dies soweit erstmal meine Vorstellung möglicher Evolution. |